Am Montag, den 14. April 2025, wurden im Landratsamt Weilheim die Feldgeschworenen Josef Zach und Heribert Müller aus Wielenbach für 40 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit geehrt. Landrätin Andrea Jochner-Weiß überreichte ihnen im Auftrag von Finanzminister Albert Füracker bei einer kleinen Feierstunde die Urkunden. Stellvertretend für Quirin Schuster aus Wessobrunn der für 25 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit geehrt wurde, nahm Wessobrunns Bürgermeister Georg Guggemos die Urkunde entgegen. „Es ist mir eine große Ehre, diese Ehrung im Namen des Freistaats Bayern, unseres Ministers und auch im Namen des Landkreises Weilheim-Schongau ausführen zu dürfen“, sagte Jochner-Weiß. Sie betonte das hohe Engagement und die unermüdliche Arbeit der Feldgeschworenen, die die Qualität unserer Landschaften gewährleisteten und gleichzeitig als Moderatoren oder manchmal sogar als Mediatoren tätig seien zwischen Amt und Bürgern. „Trotz Hightech-Vermessung ist dies immer noch ein wichtiges Amt, das Sie mit Gewissenhaftigkeit und Redlichkeit ausführen.“ Ebenfalls anwesend waren Harald Mansi, Bürgermeister von Wielenbach sowie Vermessungsdirektor Robert Michel vom Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Weilheim, der den Geehrten im Anschluss ein Geschenk überreichte. Die Feldgeschworenen sind eine Besonderheit des Vermessungswesens in Bayern: Diese Personen wachen über die Grenzen und unterstützen die Ämter für Digitalisierung, Breitband und Vermessung. Ein Feldgeschworener stellt das älteste kommunale Ehrenamt in Bayern dar. Die Feldgeschworenen sind zur gewissenhaften und unparteiischen Tätigkeit sowie zur Verschwiegenheit und Bewahrung des so genannten „Siebenergeheimnisses“ durch Eidesform auf Lebenszeit verpflichtet. Das Feldgeschworenenwesen in Bayern wurde als lebendige und traditionsreiche Kulturform im Dezember 2016 in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Landrätin Andrea Jochner-Weiß hob in ihrer Laudatio den hohen Stellenwert dieses Ehrenamts für die Gesellschaft bis heute hervor. „Wenn Grund und Boden aufgeteilt und vermessen werden, ist Genauigkeit gefragt.“ Damit es dabei gerecht zugehe, gäbe es die ehrenamtlichen Feldgeschworene: verschwiegene Grenzgänger, die eisern die Geheimnisse ihrer Zunft hüten. „Sie sind die stillen Helden, die Tag für Tag ihre Pflicht erfüllen, ohne großes Aufheben darum zu machen. Sie sind Wächter über Grundstücksgrenzen, Friedensstiftern mit gelebter Bürgernähe und sehr guten Ortskenntnissen. Ich möchte Ihnen hiermit ein herzliches Dankeschön, große Anerkennung und besondere Wertschätzung ausdrücken.“
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