Eingriffe im naturschutzrechtlichen Sinn

Zahlreiche Vorhaben wie der Bau neuer Straßen, die Entwicklung von Siedlungsgebieten oder die Veränderung von Gewässern, etwa für die Hochwasserfreilegung, bedeuten i.d.R. eine Veränderung von Natur und Landschaft. Meist werden bisher belebte und wasserdurchlässige Böden versiegelt, das Landschaftsbild nachhaltig verändert oder der angestammte Lebensraum von heimischen Tieren und Pflanzen verkleinert, zerschnitten oder ganz zerstört.

Führen solche Maßnahmen zu erheblichen oder nachhaltigen Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes oder des Naturhaushalts spricht der Gesetzgeber von einem Eingriff. In welchem Umfang dies passiert, welche Maßnahmen ergriffen werden können, um die Folgen zu minimieren oder was getan werden sollte, um unvermeidbare Schäden auszugleichen, wird nach den Vorgaben des Naturschutzgesetzes geprüft (Art. 6 und 6a Bayerisches Naturschutzgesetz).

Um einen Interessensausgleich der sehr vielfältigen und oft auch gegensätzlichen Nutzungsansprüche zu gewährleisten und dabei auch die Belange des Naturschutzes zu berücksichtigen, werden die Naturschutzbehörden an Genehmigungsverfahren verschiedenster Maßnahmenträger beteiligt. Solche werden z.B. durchgeführt bei Straßenbau, Eisenbahnaus- und -neubau, Gewässerausbau, Hochwasserfreilegungen, bei der Anlage von Golfplätzen, in der ländlichen Neuordnung, bei Bauvorhaben im Außenbereich, Erstaufforstungen oder Waldrodungen.

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