Sozialleistungen

Stand: 28.12.2016

Asylbewerber erhalten während der Dauer des Asylverfahrens Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG). Die Leistungen bei der Unterbringung außerhalb von Aufnahmeeinrichtungen liegen etwas unter den Regelbedarfsstufen der Sozialhilfe und der Grundsicherung für Arbeitssuchende.

Die Regelbedarfsstufe 1 für einen alleinstehenden Erwachsenen beinhaltet seit 12.03.2016 monatlich folgende Beträge:
• Taschengeld gerundet 135,00 €
• Nahrungsmittel 143,82 €
• Bekleidung und Schuhe 34,03 €
• Gesundheitspflege 7,29 €

Auf Antrag sind darüber hinaus für Kinder und Schüler Leistungen für Bildung und Teilhabe möglich (z.B. für Schulbedarf).
Das Taschengeld und die Beträge für Nahrungsmittel, Bekleidung und Schuhe, Schulbedarf und Gesundheitspflege werden in der Regel in bar ausgezahlt. Die weiteren Beträge werden als Sachleistung gewährt. Die Beträge für Ehepaare, Partner und Kinder werden prozentual von der Regelbedarfsstufe 1 abgeleitet. Weitere Informationen hier.

Asylbewerber können unter Vorlage des Bescheides über die Leistungen nach dem AsylbLG dieselben Vergünstigungen in Anspruch nehmen wie Bezieher von Leistungen nach dem SGB II oder SGB XII.

Nach den Neuregelungen vom 20.10.2015 sind die Leistungen in folgenden Fällen eingeschränkt worden:
- In Erstaufnahmeeinrichtungen werden grundsätzlich Sachleistungen gewährt.
- Asylbewerber aus sicheren Herkunftsstaaten erhalten vorrangig Sachleistungen.
- Geduldete, vollziehbar Ausreisepflichtige und Asylbewerber, für die ein anderer Staat zuständig ist, erhalten vorrangig bzw. grundsätzlich Sachleistungen.

Merkblatt Auszahlungen und Konten

Erklärung Banküberweisung


Im Krankheitsfall
Stand 15.12.2016

Leistungsberechtigte nach § 1 Abs. 1 AsylbLG, die Grundleistungen nach § 3 AsylbLG erhalten, haben nach § 4 AsylbLG einen Rechtsanspruch auf Leistungen bei Krankheit, Schwangerschaft und Geburt.
Leistungen werden ausschließlich zur Behandlung akuter Erkrankungen und Schmerzzustände gewährt. Dies gilt für Haus-, Fach- und Zahnärzte.

Die Kranken- bzw. Zahnbehandlungsscheine können per E-Mail (asyl-krankenscheine@lra-wm.bayern.de) oder Fax (0881/681-2499) angefordert werden und werden monatsweise erstellt.

Asylbewerber (nach § 3 AsylbLG) sind nicht zuzahlungspflichtig nach §§ 61 ff. SGB V.
Die Kosten für nicht verschreibungspflichtige Medikamente können nicht übernommen werden (z.B. grüne und blaue Rezepte).

Weitere Informationen finden Sie hier

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