Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer

Stand: 13.04.2016

Ehrenamtliche Hilfe ist in vielen Bereichen willkommen.
Ehrenamtliche Helfer können in der Asylarbeit

• die Asylbewerber bei der Erstorientierung vor Ort unterstützen,
• die kulturellen und gesellschaftlichen Besonderheiten wie Feiertage, Sitten und Gebräuche erklären und vermitteln,
• Ansprechpartner für die Asylbewerber in allen Lebenslagen sein,
• Unterstützung bei Behördengängen oder Arztbesuchen bieten,
• Alltagskontakte und Begegnungsmöglichkeiten mit Einheimischen ermöglichen,
• beim Erlernen der deutschen Sprache helfen.

Nach der Anerkennung als Asylberechtigter können die Ehrenamtlichen Helfer insbesondere Unterstützung

• bei Behördengängen (z.B. Jobcenter),
• bei der Kontoeröffnung und der Anmeldung bei der Krankenkasse,
• bei der Kontaktherstellung zur Migrationsberatung,
• bei der Wohnungs- und Arbeitssuche bieten.

Damit ein für beide Seiten positives Miteinander entstehen kann, sollte Folgendes beachtet werden:

• Nicht jeder Asylbewerber möchte und braucht Unterstützung im gleichen Umfang.

Die Hilfe sollte daher nicht aufgedrängt werden. Insbesondere muss auch die Privatsphäre der Asylbewerber und aller Bewohner der Asylbewerberunterkunft beachtet werden.
Die ehrenamtlichen Helfer sollten sich und ihre Privatsphäre ausreichend abgrenzen. Es bietet sich an, mit den Asylbewerbern feste Absprachen dahingehend zu treffen, zu welchen Zeiten und an welchem Ort die Ehrenamtlichen als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Es empfiehlt sich, private Telefonnummern grundsätzlich nicht herauszugegeben.

Weiterführende Hinweise erhalten Sie durch unsere Kontaktstelle Asyl.

Ehrenamtliche Asyl-Unterstützerkreise

Lebensmittel

Werden Mahlzeiten durch Asylbewerber selbst zubereitet oder geben ehrenamtliche Helfer Lebensmittel direkt an Asylbewerber ab, handelt es sich um den privaten häuslichen Bereich. Ehrenamtliche Helfer, die Lebensmittel mit einer gewissen Kontinuität beschaffen, lagern, herstellen, ausgeben oder behandeln, sind dagegen registrierungspflichtige Lebensmittelunternehmer. Ehrenamtliche Helfer, die Speisen nicht nur servieren oder verteilen sondern auch unmittelbar in der Küche tätig sind, unterliegen der Belehrungspflicht des Infektionsschutzgesetzes. Einen Leitfaden für den sicheren Umgang mit Lebensmitteln der zuständigen Staatsministerien finden Sie hier.

Spenden

Die Leistungen an die Asylbewerber durch die staatlichen Behörden sind durch das Asylbewerberleistungsgesetz abschließend geregelt. Spenden sollten daher nicht an das staatliche Landratsamt sondern an die entsprechenden caritativen Organisationen und Vereinigungen erfolgen. Bekleidung kann z.B. bei den Kleiderkammern abgegeben werden. Zusätzliche Möbel können aus Gründen des Brandschutzes (Fluchtwege, Brandlast) und der Entsorgungsproblematik nicht aufgestellt werden.

Ehrenamtliche Helfer sind versichert

Zum 1. April 2007 sind mit der Bayerischen Ehrenamtsversicherung ein Sammel-Haftpflicht- und ein Sammel-Unfallversicherungsvertrag für ehrenamtlich Tätige in Kraft getreten. Antrags- und beitragsfrei versichert sind insbesondere Ehrenamtliche in kleinen, rechtlich unselbstständigen Initiativen, Gruppen und Projekten.
Ausführliche Informationen hierzu bietet der untenstehende offizielle Flyer "Bayerische Ehrenamtsversicherung".

Asylbewerber sind bei der Teilnahme am bayerischen Vereinssport versichert

Mit der  "BLSV-Versicherung für Flüchtlinge und Asylbewerber" können Flüchtlinge und Asylbewerber in den bayerischen Sportvereinen am Vereinsangebot teilnehmen. Die Vereine haben eine kostenfreie Absicherung im Schadensfall. Die Versicherung ist gültig für alle BLSV Mitgliedsvereine. Abgedeckt sind Unfall- und Haftpflichtschäden laut den Bedingungen der aktuellen ARAG Sportversicherung. Die am Vereinsangebot teilnehmenden Personen müssen dem BLSV nicht gemeldet werden. Die Flüchtlinge und Asylbewerber benötigen keinen Mitgliedsstatus für diese Versicherung.

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