Das deutsche Asylverfahren

Stand: 28.12.2016

Die Bundesrepublik Deutschland gewährt politisch Verfolgten Asylrecht nach Art. 16a GG.


Nach Ankunft in Deutschland und Meldung als Asyl suchend werden die Asylbewerber einem medizinischen Kurzscreening unterzogen und dann in einer Aufnahmeeinrichtung untergebracht.  Dort werden die Daten der Asylbewerber erhoben und sie werden ggf. in ein anderes Bundesland weitergeleitet. Anschließend werden die in Bayern verbleibenden Asylbewerber gemäß § 62 AsylG medizinisch untersucht und können ihren Asylantrag bei einer Außenstelle des BAMF stellen.

 Die Verteilung auf die Bundesländer erfolgt nach Einwohnerzahl und Steuerkraft (sog. Königsteiner Schlüssel), die Weiterverteilung in Bayern auf die Regierungsbezirke und Landkreise  bzw. kreisfreien Städte nach der Einwohnerzahl. Die Regierungen, Landratsämter und kreisfreien Städte sorgen für die Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge. Bayern muss ca. 15,3 % aller nach Deutschland kommenden Asylbewerber aufnehmen, der Regierungsbezirk von Oberbayern davon 35,6 %, wiederum davon der Landkreis Weilheim-Schongau 2,9 %. Die Regierung von Oberbayern bzw. die Kreisverwaltungsbehörden errichten oder mieten geeignete Unterkünfte, um die Flüchtlinge unterzubringen.

Über das Vorliegen von Asylgründen entscheidet allein das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Es entscheidet auch, ob das Asylverfahren in Deutschland oder ggf. einem anderen Staat der EU geführt werden muss. Die Erfolgsquote der Asylverfahren ist je nach Herkunftsland sehr unterschiedlich; insgesamt erhalten derzeit knapp 50 % aller Asylsuchenden ein Bleiberecht in Deutschland. Dies beruht auch darauf, dass das BAMF derzeit bestimmte Länder in der Bearbeitung zeitlich vorzieht. Auch die Dauer der einzelnen Asylverfahren ist sehr unterschiedlich.
Die meisten Asylbewerber kommen derzeit aus Syrien, Irak und Afghanistan.Weiterhin kommen auch unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, für deren Unterbringung und Betreuung besondere Anforderungen gelten.

Weiterführende Informationen erhalten Sie in dem Dokument „Das deutsche Asylverfahren - ausführlich erklärt“ des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge.

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